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             RAKU

Lesen Sie hier ein Zusammenfassung über diesen Erlebnisbrand der Keramik


Geschichte

Der Begriff Raku tauchte erstmals im Japan des 16.Jhdts auf und wurde ursprünglich als Auszeichnung vom Kaiser Hideyoshi an den Töpfer Chojiro in Kyoto für dessen schlicht elegantes Teezeremonien-Geschirr-Schaffen verliehen.
Das Zeichen für Raku, aus dem Chinesischen stammend und sinngemäß Zufriedenheit, Freude, Vergnügen und auch "das Beste auf der ganzen Welt" bedeutend, war in ein goldenes Siegel geschnitten.
Raku war sozusagen ein Markenname in Familienbesitz, der seit vierhundert Jahren auf die jeweils folgende Generation oder an hervorragende Bewahrer der alten Tradition vererbt wurde, die als Adoptivsöhne betrachtet wurden.



Raku heute

In der jüngeren Geschichte verbindet sich der Begriff Raku auch mit dem Schaffen westlicher Künstler und Kunsthandwerker. Raku bedeutet hier eine bestimmte Technik, die in verschiedene Richtungen weiterentwickelt wurde. Aufgrund der vielen Methoden gibt es die unterschiedlichsten Ergebnisse. Die Grundvorraussetzungen bleiben jedoch stets die gleichen:
Die Keramik wird im rotglühenden Zustand aus dem Ofen genommen und unter Luftabschluß in brennbares Material oder Wasser gebettet, wo sie abkühlt.





Die üblicherweise angewandte Technik im Atelier brandzeichen

Auf das schrühgebrannte Keramikstück wird eine farblose Rakuglasur aufgebracht. Nach vollständiger Trocknung wird es in den Rakuofen eingesetzt.



Der Rakuofen ist aus einer alten Öltonne und hochhitzebeständiger Fasermatte konstruiert und wird mit Propangas betrieben.




Innerhalb von ca. 40 Minuten wird der Ofen auf etwa 950 Grad Celsius gebracht.
Sobald durch das Schauloch am Ofendeckel die Glasurschmelze ersichtlich ist, wird das Werkstück mit einer langen Zange herausgeholt und für kurze Zeit an der frischen Luft belassen.


Durch den Temperaturschock springt die Glasur, es bildet sich ein Rissenetz.

Die Keramik wird in einen feuerfesten Behälter verfrachtet.

Schnell Zeitungspapier dazu, dieses entflammt. Deckel drauf.

Die reduzierende Atmosphäre im Behälter führt zu Farbveränderungen - aufgrund des Sauerstoffmangels entsteht kein bleibendes Feuer, ein Rauchbrand ist die Folge.
So färben sich durch den konzentrierten Rauch jene Teile schwarz, die nicht mit Glasur bedeckt sind (z.B. die Risse).



Nach etwa 30-60 Minuten wird das Werkstück entnommen und gereinigt.

Die Einzigartigkeit

Man kann zwar bedingt steuern, etwa durch die Wahl der Glasur oder des Reduktionsmaterials, doch durch den großen Spielraum für Zufälligkeiten ist es unmöglich, genaue Ergebnisse vorauszusagen.

Somit ist jedes Werk ein absolutes Einzelstück.

Das intensive Erlebnis des Brennens im Freien

Die große Hitze und der beißende Rauch

Die Neugierde bei den nicht einsehbaren Reduktionsprozesse

Die freudige Anspannung vor dem ersten Betrachten

Das Erstaunen beim Entdecken unerwarteter Effekte

Die Freude über ein besonders schönes Stück

                   Das ist RAKU!



Sie wollen auch einmal diesen Erlebnisbrand erleben?
Gerne doch!

Nehmen Sie Kontakt zu mir auf, wir besprechen alles Weitere:

Andrea Gaal / 0664 340 93 89 / andrea.gaal@gmx.at



brandzeichen / Andrea Gaal / Kleinsteinbach 10 / A-8283 Bad Blumau / andrea.gaal@gmx.at